Das Regionale Entwicklungskonzept 2014-2020

Die Erarbeitung eines Regionalen Entwicklungskonzeptes 2014-2020 ist eine Voraussetzung für die Bewerbung als LEADER-Region, wozu sich die Kommunen Amöneburg, Ebsdorfergrund, Fronhausen, Marburg, Lohra, Neustadt, Stadtallendorf und Weimar als Region Marburger Land entschlossen hatten.

Ganz dem Bottom-up-Ansatz von LEADER entsprechend, wurden Bürgerinnen und Bürger der neu zugeschnittenden Region Marburger Land eingeladen, an der Entwicklung des Regionalen Entwicklungskonzeptes mitzuwirken. Denn: Wer kann besser beurteilen, welche Projekte für ihre Region wichtig und zukunftsweisend sind als die örtlichen Akteure selber? 25.000 Einladungskarten wurden nahezu alle Haushalte abdeckend in den beteiligten Kommunen verteilt. Darüber hinaus wurde in der lokalen und regionalen Presse auf die Veranstaltungen und Workshops hingewiesen. Über einen Zeitraum von knapp fünf Wochen ( 9. Mai bis 16. Juni 2014) waren fast 100 Bürgerinnen und Bürger, Akteure von Wirtschafts- und Sozialpartnern sowie Bürgermeister am Prozess beteiligt. Am 23. Juli 2014 wurde das Regionale Entwicklungskonzept und damit auch das nachfolgende Leitbild vom Vorstand des Vereins Marburger Land einstimmig beschlossen.

Wir sind eine offene innovative Region, die generationsübergreifend denkt, Traditionen lebt und nachhaltig handelt – eine Region, an der alle teilhaben und die im Austausch steht.

Das Konzept bestimmt für die nächsten sechs Jahre die strategische Ausrichtung der Region Marburger Land maßgeblich. Eingereichte Projekte müssen den erarbeiteten Handlungsfeldern und Handlungszielen zuzuordnen sein, um gefördert werden zu können. Über die Förderwürdigkeit der Projekte entscheidet das LEADER-Entscheidungsgremium, das vom Vorstand des Vereins Marburger Land (dem Vorsitzenden, zwei stellv. Vorsitzenden und 18 Beisitzerinnen sowie Beisitzern) gebildet wird.
Die von den Akteuren für die Region herausgearbeiteten Schwerpunktthemen wurden zu zentralen Handlungsfeldern zusammengeführt, weiterentwickelt und zu Handlungszielen verdichtet.

Handlungsfelder und Handlungsziele

Handlungsfeld 1 Heimat & Gastlichkeit
Handlungsziel 1.1: Unsere Dorfkerne sind attraktiv und lebendig
Handlungsziel 1.2: Regionale Kreisläufe für vielfältige Produkte haben sich etabliert
Handlungsziel 1.3: Die Attraktionen unserer Region sind erkannt, bewusst gemacht und beworben.

Handlungsfeld 2 Gemeinschaft & Tradition
Handlungsziel 2.1: Die Tradition und Geschichte unserer Dörfer und der Region wird bewahrt, weitergegeben und für alle erlebbar gemacht.
Handlungsziel 2.2: Unsere Region lebt ein Miteinander und Füreinander durch Inklusion und interkulturelle Zusammenarbeit.

Handlungsfeld 3 Bildung & Arbeit
Handlungsziel 3.1: Unsere regionale Wirtschaft ist vielfältig, innovativ und breit aufgestellt und bietet attraktive Ausbildungs- /Arbeitsplätze.
Handlungsziel 3.2: Innovative bedarfsgerechte (Nah-)Versorgungsangebote machen die Region attraktiv.
Handlungsziel 3.3: Wissen, Know-how und Erfahrung stehen allen zur Verfügung.
Handlungsziel 3.4: Informations- und Kommunikationstechnologien finden in unserer Region breiten Einsatz.

Handlungsfeld 4 Klimaschutz & Mobilität
Handlungsziel 4.1: Wir haben uns dem Motto „Klimaschutz gemeinsam“ den ambitionierten Zielen des Landkreises Marburg-Biedenkopf und dem Masterplan „100% Klimaschutz“ angeschlossen.
Handlungsziel 4.2: Eine nachhaltige Mobilität für alle verbindet unsere Region und macht sie erreichbar.

Das Regionale Entwicklungskonzept 2014-2020 können Sie hier im PDF-Format ansehen und herunterladen: Das Regionale Entwicklungskonzept der Region