LEITPROJEKT Regionale Netzwerke ... die verbinden

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Foto Landstraße mit AutomobilverkehrDer Aufbau und die Einrichtung dezentraler und regionaler Netzwerke in den Haupt-Bereichen Kultur, Soziales, Tourismus, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur stellt eine zentrale und zukunftsentscheidende Aufgabe für die Region Marburger Land dar.


Durch den Ausbau und die Vernetzung der bestehenden Strukturen wird es zukünftig möglich sein, in den o.g. Bereichen Standortvorteile und Synergieeffekte zu entwickeln, auszubauen und zu nutzen. Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in allen Teilen der Region mit Dienstleistungen, Waren und Informationen kann dadurch weiter ausgebaut und optimiert werden. Die aufgrund der demographischen Entwicklung allgemein prognostizierten bzw. zu erwartenden Nachteile für den ländlichen Raum können so verzögert, verhindert oder zumindest abgeschwächt werden.

Allgemein:

Die bestehenden, dezentralen Strukturen der Region sind zu stärken und auf den verschiedenen Handlungsebenen (Kultur, Soziales etc.) weiter auszubauen und zu vernetzen. Eine Verknüpfung mit den übrigen städtischen Marburger Stadtteilen sowie der Stadt Marburg ist sinnvoll und auch notwendig, um effiziente Strukturen zu schaffen.
Durch die Einrichtung eines dezentralen Kommunikationsforums (z.B. Runder Tisch) unter Beteiligung aller regionaler Partner besteht die Möglichkeit, gemeinsame Aufgaben und Ideen in regelmäßigen Abständen zu erörtern, abzustimmen und untereinander aufzuteilen. Die fünf Regionalbeauftragten des Regionalmanagements sind direkt zuständig für die Entwicklung und Umsetzung der Projekte der Region. Sie stehen den anderen Kommunen und den Bürgern zudem jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Fotos eines Spielplatzes mit MenschenDie Regionalbeauftragten stellen das Grundgerüst der regionalen Netzstruktur dar und unterstützen gleichzeitig die privaten, gewerblichen, öffentlichen und kirchlichen Projektträger und Interessensverbände. Dadurch werden die unterschiedlichen, regionalen Angebote und Nachfragen miteinander in Verbindung gesetzt, konzentriert und verbessert.
Die Förderung und der Ausbau des ehrenamtlichen Engagements ist wesentlicher Bestandteil und Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Netzwerk. Die Ansprache von Privatleuten und deren Einbeziehung in die Umsetzung von Projekten ist zentrale Aufgabe der Regionalbeauftragten. Die Schulung und Weiterbildung von Ehrenamtlichen und leitenden Akteuren (Regionalbeauftragten) steht im Vordergrund bei der Umsetzung von allen Projekten, z.B. im Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Die Vernetzung und Abstimmung der kommunal bestehenden Printmedien verbessert das Informationsangebot für Bewohner und Besucher der gesamten Region.

Kultur:

Foto mit Menschen bei einem LuftballonwettbewerbDurch den Ausbau und die Neuordnung der bestehenden kulturellen Angebote und Organisationsformen in der Region wird es möglich, zukünftig gemeinsam Veranstaltungen und größere Kulturevents wie z.B. ein „Sommerfestival Marburger Land“ oder einen „Marburger Winterzauber“ zu planen und durchzuführen.

Das Zusammenwachsen der Region und die Vertiefung der Beziehungen untereinander soll über den kulturellen Austausch und gemeinsame Aktionen wesentlich verbessert werden.


Gleichzeitig ist dadurch eine Steigerung der Qualität sowie eine thematische Ergänzung der Kulturveranstaltungen möglich, sodass für Bürger und Gäste der Region eine deutliche Bereicherung und Verbesserung der kulturellen Angebote insgesamt erreicht werden kann.

Die Abstimmung und Herausgabe eines gemeinsamen Veranstaltungskalenders vervollständigt das kulturelle Angebot der Region.

Soziales:

Durch die Verknüpfung und Bündelung der zahlreichen bestehenden sozialen Einrichtungen und Angebote soll ein regionales Sozial-Netzwerk aufgebaut werden, das sowohl die private als auch die kommunale und kirchliche Ebene miteinander verknüpft.

Die Verbesserung des Netzwerkes für soziale Infrastrukturen dient der Optimierung des gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausches, der Angebotspalette und der Wirtschaftlichkeit bzw. Tragfähigkeit einzelner Aktivitäten.

Schwerpunkte der Entwicklung für die Stärkung und Aufwertung funktionierender sozialer Netzwerke sind im Besonderen Familien, Frauen und Senioren (Generation 50+). Eine verbesserte Veröffentlichung und Nutzung der sozialen Angebote ist unerlässlich, um diese langfristig in der Region etablieren zu können.


Tourismus:

Die touristischen Aktivitäten spielen in den einzelnen Kommunen bislang eine unterschiedliche und teilweise nur untergeordnete Rolle. Eine Vernetzung der Angebote der einzelnen Kommunen ist nur in wenigen Teilbereichen vorhanden und muss weiter ausgebaut und intensiviert werden. Dazu zählt neben der interkommunalen Zusammenarbeit als Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) auch der Austausch mit den Tourismusorganisationen der Stadt Marburg (MTM GmbH), des Landkreises Marburg- Biedenkopf (TOuR GmbH) sowie der Destination Lahntal.

Die bessere Vermarktung der Region als Teil der Destination Lahntal und ein intensiver Ausbau der touristischen Stadt-Land-Beziehungen steht im Vordergrund des Projektes Die Steigerung des Bekanntheitsgrades der Region und die Entwicklung und Vermarktung eines unverwechselbaren Profils der Region ist dabei Grundvoraussetzung für einen überregionalen Erfolg und erfolgt in direkter Abstimmung mit der Destination Lahntal.


Wirtschaft:

Da keine eigene Wirtschaftsregion „Marburger Land“ existiert und die ansässigen Unternehmen zumeist selbständig planen und handeln, orientiert sich die Wirtschafts- und Ansiedlungspolitik momentan eher an den Einzelinteressen der Kommunen und Unternehmen. Um eine bessere Abstimmung der Interessen untereinander bzw. zwischen Kommunen und Unternehmen zu ermöglichen, soll ein regionales Wirtschafts-Netzwerk aufgebaut werden. Die Förderung und Initiierung von wirtschafts- und imagefördernden Maßnahmen mit Bezug zur Region soll durch ein effizientes und zielgruppengerichtetes Standortmarketing unterstützt werden. Das Netzwerk dient der Abstimmung gemeinsamer Strategien und Projekte sowie der besseren Koordinierung von wirtschaftsfördernden und strukturverbessernden Maßnahmen. Die Erzeugung und Nutzung von Synergieeffekten im Rahmen der Zusammenarbeit und des Erfahrungsaustausches von einzelnen Unternehmen und Branchen soll angestoßen und weiter vorangetrieben werden.

Ziel der regionalen Bemühungen ist auch der Abbau des bisherigen kommunalen Konkurrenzdenkens im Bereich von Flächenausweisungen und Gewerbeansiedlungen.

Die Produktion und Erzeugung regionaler Produkte und deren Vermarktung innerhalb und außerhalb der Region („Aus der Region für die Region und die Stadt“) soll initiiert und gefördert werden. Eine besondere Stellung bei der Konzentration und Vernetzung von Wissen und Wirtschaftskompetenz in der Region nimmt beispielsweise das geplante „Handwerkerhaus“ in Ebsdorfergrund- Heskem ein. Durch die gemeinsame Präsentation von Handwerkern in einem zentralen Gebäude hat der Kunde die einzigartige Möglichkeit, sich konkret bei verschiedenen Firmen und Unternehmen zu informieren und direkt in Kontakt mit den Handwerkern unterschiedlichster Gewerke zu treten.


Städtebau:

Foto mit der Ansicht eines Kindergarten bei Michelbach-NordDie Siedlungsentwicklung der letzten Jahrzehnte und der voranschreitende Strukturwandel haben ihre Spuren in den historischen Dörfern hinterlassen. Nun gilt es, neue Strategien zu entwickeln und die Innenentwicklung zu stärken, um die Dörfer fit für die Zukunft zu machen und als moderne und lebenswerte Wohnstandorte zu entwickeln.

Zur Weiterentwicklung und Neustrukturierung der Dörfer der Region ist eine fachlich abgestimmte und zukunftsgerichtete Vorgehensweise erforderlich.

Die Zusammenarbeit der Kommunen, der gemeinsame Erfahrungsaustausch und die Durchführung von zielgerichteten Bestandsaufnahmen und Umstrukturierungsmaßnahmen sind notwendig und lassen sich als Region gleichzeitig besser und effektiver durchführen und auf die regionalen und lokalen Bedürfnisse abstimmen.

Als Partner dieses Netzwerkes stehen neben den Kommunen und zuständigen Behörden auch Banken, die Immobilienwirtschaft und Planer (Architekten, Stadtplaner) zur Verfügung. Die gemeinsame Durchführung von Modellprojekten (wie z.B. in Schröck) trägt zur Bewusstseinsbildung in allen Bevölkerungs- Schichten bei und fördert die weitere konkrete Zusammenarbeit.

Die Schaffung neuer Siedlungs- und Wohnkonzepte für die Dörfer der Region können bei gemeinsamer Durchführung modellartig geplant, umgesetzt und übertragen werden.


Infrastruktur:

Foto des Rathhause Niederweimar mit Feuerwehrautos und MenschenDer demographische Wandel und die damit prognostizierten Veränderungen für den ländlichen Raum machen es notwendig, schon frühzeitig Maßnahmen zu definieren, die dazu beitragen, den Lebensstandard in den Dörfern zu erhalten und wichtige Infrastruktureinrichtungen langfristig zu sichern. Die Vernetzung der bestehenden Infrastrukturen und die Optimierung des Nutzungsgrades der einzelnen Infrastruktureinrichtungen der Region sind Grundvoraussetzung für die Versorgung der Dörfer in der gesamten Fläche der Region.

Eine Abstimmung der Kommunen untereinander sowie die Verknüpfung der Angebote fördert und verbessert die regionale Infrastruktur in den Bereichen Mobilität, Nahversorgung, Ver- und Entsorgung, Verwaltung, Sport, öffentliche Einrichtungen und Gebäude etc. Eine professionelle Vermarktung der vorhandenen Infrastruktur trägt zu einer besseren Auslastung und damit ihrem langfristigen Erhalt bei.